Romane und Zeitschriften

Der „SPIEGEL“ versteht sich als Polit- und Kulturmagazin und berichtet in seiner Kulturrubrik unter „Literatur“ zunächst einmal über bekannte und für die Literaturszene wichtige Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Auch findet der Leser hier Rezensionen zu verschiedenen Neuheiten des Literaturmarktes. Romane, die hier vorgestellt werden, sind durchaus geeignet, dem kritischen Auge eines Marcel Reich-Ranickis standzuhalten und selbst, wenn er einen dieser Romane weniger mit lobenden Worten bedenken würde, so zeichnete diesen bereits die Tatsache aus, dass der Literaturpapst sich mit ihm überhaupt befasst. Typische Frauenzeitschriften wie die „Aktuelle“ sprechen ihre große Leserinnenschar am besten durch Vorstellung von Romanneuheiten an, die das Herz ganz tief berühren. Dazu gehört natürlich allen voran die irische Schriftstellerin Cecilia Ahern, deren Romane so tiefgründig und liebenswert wie kurzweilig sind. Technikfreaks mögen sich von Wissenschaftsthrillern à la Andreas Eschbach fesseln lassen und in technischen Magazinen sind diese bestens platziert.

Jede Zeitschrift hat das für sie passende Romangenre und tut gut damit daran, es seinen Lesern nahezubringen. Romane haben Konjunktur, wie Lesen überhaupt, was die Bestsellerzahlen im Ranking von SPIEGEL, FOCUS und co. stets belegen. So werden viele Zeitschriften gerade wegen der darin enthaltenen Romane oder Romanvorstellungen gekauft, um den Leser zu unterhalten, oder um ihm Anregung für den nächsten Bücherkauf zu geben. Nicht selten wurden auf diese Weise Literaturschätze entdeckt, die einem sonst verborgen geblieben wären und die nun das heimische Regal zieren.